Stefan Gimpl goes writing: EnJOY!
Stefan Gimpl schreibt über Freiheit, Freude, Contests, ferne Reisen und neue Lebenseindrücke.
JOY – Ein Buch mit vielen atemberaubenden Bildern und der Geschichte von Österreichs wohl berühmtesten Snowboardprofis, der mit dem Snowboard die Welt erlebt.
Was hat dich dazu bewegt das Buch „JOY“ zu schreiben?
Fotografie ist schon seit längerer Zeit ein Hobby von mir. Einen Bildband zu machen geisterte mir schon seit langem durch den Kopf. Vor 2 Jahren begann ich dann konkret an einem Bildband zu basteln. Das Schreiben kam erst ganz zum Schluss. Zuerst wollte ich nur Bildunterschriften machen. Dann entstanden daraus plötzlich ein paar Texte. Kreuz und quer kamen mir einige Gedanken zu Geschichten, die mir während meiner letzten 17 Jahre als Snowboarder untergekommen sind. Eine Struktur, ein Konzept oder einen Plan hatte ich nie. Schlussendlich ist es dann ein Bildband geworden mit einer zusammenhängenden Geschichte mit Anfang und Ende.
Was ist deine Message an die Leser?
Eine bestimmte oder ausdrückliche Botschaft an den Leser gibt es nicht. Das Buch ist einfach eine persönliche und authentische Geschichte. Meine Ansichten und Einsichten zum Snowboarden, den Sport und zum Leben. Schließlich sind es nur Worte mit denen ich meine Erlebnisse und Gedanken mitzuteilen versuche, und Worte bedeuten für jeden etwas anderes.
Was wär dein Plan B gewesen wenn es mit der Snowboard Karriere nicht geklappt hätte?
Fernsehkoch … :-) Nein keine Ahnung. Plan B gab es nicht, und Plan A gab es eigentlich auch nicht. Ich hab die Schule (HTL) zwar fertig gemacht, aber mein Interesse am Ingenieurswesen hielt sich immer sehr in Grenzen. Irgendetwas mit Sport war mir immer schon lieber. Sport hat mir immer getaugt und ich bin froh einen Sport gefunden zu haben, bei dem mir meine Körpergröße zugute kommt.
Viele angehende Snowboard Pros streben nach Bestätigung von außen, also von Medien, Fans und der gleichen. Du schreibst, dass diese Anerkennung zu Beginn deiner Karriere ganz hilfreich war. Was hältst du vom derzeitigen Wettbewerbsdruck in der ständig wachsenden Branche?
Ja, diese Anerkennung war in dem Sinne hilfreich, dass ich später nicht mehr so sehr darauf achten musste. Ich konnte mich sozusagen ein bisschen davon, von diesem „bestätigt werden wollen“ von außen, loslösen. Was sehr befreiend sein kann. Vor allem in der heutigen, schnelllebigen Zeit, wo nur mehr dieser so genannte Erfolg zählt. Sportlich, wirtschaftlich, gesellschaftlich,… Ich finde den Wettbewerbsdruck eigentlich in Ordnung. Das Snowboarden hat sich rasant weiterentwickelt, sportlich vor allem. Und dieser Druck kann auch einem selber enorm viel weiterhelfen, in seiner eigenen Entwicklung. Nur sollte man sich dann auch im Klaren darüber sein, wohin einen dieser Wettbewerbsdruck drängt?! Wenn man das ganze auch wieder mal von Außen mit Abstand betrachten kann, stellt man leichter fest was einen wirklich antreibt und auch ob man das so will.



